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Geometrische Abstraktion

Geometrische Abstraktion

Bezeichnung für eine Richtung der Abstrakten Kunst, die aus geometrischen Formen und intensiven Buntwerten eine gegenstandsfreie Bildkomposition aufbaut. Ausgehend von den künstlerischen Prinzipien des Neoplastizismus und des Purismus streben Künstler einen rationalen Bildaufbau aus den konkreten, bildnerischen Elementen ohne Assoziationen an die Wirklichkeit oder metaphorische Hinweise an. Die ungegenständliche Geometrisierung entstand bereits Anfang des 20. Jh. (Kandinsky, Mondrian) und wurde besonders in Paris heimisch, Cercle et Carré, 1929 und Abstraction-Création, 1931. In der Kunst nach 1945 wird die Geometrische Abstraktion zunehmend von gestischen, expressiven Bildkonzepten verdrängt (Abstrakter Expressionismus), um heute als eine Variante der abstrakten Malerei (Neo-Geo) eine neue, wenn auch nicht dominante Rolle im Stilpluralismus der Postmoderne zu spielen.

Quelle: Prestel Lexikon. Kunst und Künstler im 20. Jahrhundert, unter Mitarbeit von Wieland Schmied. München – London – New York 1999, S. 132.

Sean Scully

DARK BRIDGE, 2003 Farbradierung mit Aquatinta auf Büttenpapier „Ich denke, daß es um die Jahrhundertwende zwei Künstler gab, die ein äußerst tiefgehendes …